30.9. - 2.10.2014 | Neue Inline-Partikelmesssonde IPP 80 für die Pharma-Industrie vorgestellt

03.10.2014 09:30

Rund 15.000 internationale Fachbesucher aus führenden Industriebranchen wie z. B. Chemie, Pharmazie und Food kamen dieses Jahr zur POWTECH/TechnoPharm.

 

Parsum präsentierte auf der Messe vom 30.09. - 2.10.2014 erstmals eine neue entwickelte Inline-Partikelsonde zur Messung von Partikelgrößenverteilungen in Prozessen unter GMP-Bedingungen.

 

Die Sonde IPP 80 wurde entwickelt um die Partikelgrößenverteilung von Pulvern, Pellets oder Granulaten in pharmazeutischen Prozessen zu messen. Sie kann in sämtlichen Wirbelschichtverfahren, sowie in High-Shear-Misch- und Granulierprozessen eingesetzt werden, ebenso bei der Extrusion, beim Granulieren, Agglomerieren, Mahlen, Mischen, Coaten, Trocknen und vielen anderen. Überall dort, wo besonders hohe Anforderungen an Sauberkeit, Reinigbarkeit und Hygiene gestellt werden, egal ob im klassischen Batch-Betrieb oder neuen Konti-Konzepten, ist die Partikelsonde IPP 80 ein wertvolles PAT-Tool, um moderne Produktionsverfahren nach dem Prinzip Quality by Design (QBD) zu realisieren.

 

Die neue Sonde ist in den Abmessungen kompatibel zum Vorgängermodell IPP 70 und verfügt damit bereits über ein breites Sortiment an Zubehör zur Prozessanpassung, wie Inline-Dispergierer und Spülzellen, die als „Prozess-Interface“ die Anpassung an unterschiedliche Bedingungen erlauben. Die Möglichkeit den Partikelstrom im Prozessgefäß zu dispergieren unterscheidet die Parsum-Sonde von anderen inline-Messsystemen. Erst durch diese Inline-Dispergierung gelingt die zuverlässige und mit Laborverfahren vergleichbare Partikelgrößenbestimmung auch in feuchten oder klebrigen Stoffsystemen.

 

Die Sonde IPP 80 verfügt über folgende Eigenschaften:

  • Materialauswahl und Design für den Einsatz im Pharma- und Food-Bereich optimiert
  • Messbereich 50-6000 µm bei Prozesstemperaturen bis 100°C und Partikelgeschwindigkeiten bis 50m/s
  • ATEX-zertifiziert zum Einsatz in Zone 0 bzw. 20, eigensicher und druckstoßfest bis 15 bar
  • Kompatibel zur Reihe IPP 70, Prozess-Interface und Inline-Dispergierer kompatibel
  • Kann mit allen gängigen Reinigungsmitteln behandelt werden
  • Beidseitige Steckverbinder, Kabellängen bis 100 m im Ex-Bereich
  • Luftspülung, kontinuierlich und als Impuls, sorgt für lange Standzeiten und große Reinigungsintervalle
  • Pharma-Software ParsumView entspricht 21 CFR Part 11
IPP 80-P installiert in einer Labor-Wirbelschichtanlage IPP 80 mit Inline-Dispergierern
IPP 80 mit Inline-Dispergierer
Partikelgrößenmessung mit IPP 80-P in einer Produktionsanlage (Konti-Granulierung)
IPP 80-P installiert in einer Labor-Wirbelschichtanlage Partikelgrößenmessung mit IPP 80-P in einer Produktionsanlage (Konti-Granulierung)

 

Gegenüber dem Vorgängermodell IPP 70 wurden folgende Innovationen für die IPP 80 realisiert:

  • Neues Gehäusekonzept − keine separate A/D-Wandlerbox mehr erforderlich, dadurch weniger Kabel und einfachere Handhabung
  • Neue Elektronik mit DC-Kopplung − ohne Einstellelemente in der Sonde. Für die Überprüfung im Rahmen z. B. einer OQ muss das Sondengehäuse nicht mehr geöffnet werden. Eventuelle Beschädigungen der Sondenelektronik oder Fehler bei diffizilen Justierarbeiten im Rahmen der OQ sind damit ausgeschlossen.
  • Selbstüberwachung − Mit der neuen DC-Kopplung kann die Messsoftware jetzt verschiedene kritische Systemzustände automatisch erkennen:
    • Keine Partikel im Messvolumen
    • Sonde nicht angeschlossen, Verbindung unterbrochen
    • Sonde blockiert oder verschmutzt (Verschmutzungsgrad)
    • Laserleistung schwach oder Laser defekt
  • Die Selbstdiagnose ist auch möglich bevor die Sonde im Prozessraum installiert wird bzw. bevor der Prozess gestartet wird. Das bedeutet eine deutliche Steigerung der Messsicherheit/Zuverlässigkeit, weil Fehlmessungen wegen z. B. Verschmutzung der Optik von der Messsoftware erkannt werden.
  • Neuer Laser mit Faserkopplung − verfügt über keine bewegten oder zu justierende Teile, Sonde ist robuster, Schwingungen und Anlagenvibrationen wirken sich deutlich geringer aus und die Optik muss nicht justiert werden.
  • Abgesetzte Luftimpuls-Steuerung zur Freihaltung der Optik − Vollpneumatischer, druckluft-gesteuerter Impulsschalter ermöglicht es die Lufteinheit innerhalb der ATEX-Zone, nahe an der Sonde zu betreiben. Dadurch wird eine höhere Wirkung der Druckluft-Reinigungsimpulse erzielt.

 

Detaillierte Informationen können Sie gern über unser Kontaktformular anfordern.

 

» Pressemeldung IPP 80 (deutsch)
» Pressemeldung IPP 80 (englisch)

 

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